Ceylon-Tea and Curries - travelling in Sri Lanka

Sri Lanka war schon lange auf meiner Wunschliste der Länder, welche ich einmal bereisen möchte. Als ich noch geflogen bin und einst eine ganze Woche Aufenthalt in den Malediven hatte, war es bereits mein Plan während dieser Woche nach Sri Lanka zu reisen. Doch damals war die Lage zu unsicher durch Rebellenkämpfe. Und zum Glück habe ich mir dieses Land für jetzt aufgespart - wo ich mehr Zeit habe... 18 Tage Sri Lanka standen nun auf dem Programm! Nach meiner Ankunft in der Hauptstadt Colombo fuhr mich Taxifahrer Alex nach Negombo, das nördlich von Colombo an der Küste liegt. Während der fast 2-stündigen Fahrt (kurze Strecke, aber vieeeel Verkehr, daher laangsames Vorankommen) zeigte er mir stolz die Fotoalben mit Bilder von ihm und seinen „Stammkunden“, die immer wieder in dieses exotische Land im indischen Ozean zurückkehren und ihn jeweils als Chauffeur buchen. Wir plauderten über Gott und die Welt und kamen auch auf das Thema Abfall und Recycling zu sprechen, ein Thema das mir sehr am Herzen liegt. Er erzählte mir, dass Recycling langsam aber sicher ein Thema hier sei. Dann fügte er nicht ohne Stolz hinzu, dass er selber Abfall trenne und extra mehr zahle bei der Kehrichtabfuhr, damit der gesamte Abfall mitgenommen werde. Gleichzeitig regte er sich über viele andere Mitmenschen auf, die der herumliegende Abfall nicht kümmere. Viele Leute bezahlen nicht extra Geld, dann wird nur das Minimum an Abfall mitgenommen und der Rest wird einfach liegen gelassen. Das sind sicher vor allem auch ärmere Leute, die gewiss andere Probleme haben und/oder auch nicht entsprechend die Bildung zu diesem Thema haben. Ich finde es daher sehr lobenswert, dass Alex, jemand der sicher nicht „vorig“ Geld hat, trotzdem mehr zahlt der Umwelt zuliebe. Der ist mir echt sympathisch dieser Mann! Ich gab ihm gerne gutes Trinkgeld, damit er auch weiterhin seinen Extra-Abfall bezahlen kann... :-) Nach meiner Nacht in einer schönen Oase in Negombo fuhr ich per Tuktuk (Tuktuk = eine Art günstiges Taxi in Form eines aufgemotzten Töffs, das heisst vorne Töff und hinten überdachte Sitzbank) nach Mirimba, wo ich den Zug nach Kandy nahm. Für 160 Rupie (entspricht ca 90 Rappen) leistete ich mir ein 2. Klasse Ticket für diese zweistündige Strecke (Komfort: Ventilatoren an der Decke und meistens mehr Platz - der Grossteil der Einheimischen fahren 3. Klasse). Ich habe ja in der Vergangenheit viel gejammert über meine tägliche Pendlerei nach Zürich - nun wünschte ich mir die ruhigen Züge der Schweiz zurück! Sri Lankas Züge besitzen wohl kaum so etwas wie eine Federung (sofern es das bei Zügen gibt?) - es rumpelte und schüttelte wie verrückt! Aber die grüne, saftige Landschaft, die an mir vorbeizog war wunderschön und die Reise wert! Die Züge sind übrigens überall offen.... wer braucht schon Türen?! So kann man bei einer Haltestelle auch mal fix von Zug zu Zug hüpfen... Sehr praktisch. Umsteigen nach Sri Lanka Art. Angekommen in Kandy (das Ticket wurde beim Verlassen des Bahnhofes kontrolliert - zum Glück hab ich es nicht weggeworfen!) quatschten mich sogleich mehrere Taxi- und Tuktuk-Fahrer an. Touristen gab es hier nicht viele und als Weisse ist man offensichtlich Touristin, keine Chance was zu verbergen! Nach ein paar verbrauchten Nerven (das Märten gehört leider immer dazu, will man nicht abgezockt werden - meistens ist die Hälfte des zuerst genannten Preises ok) und nachdem ich mich mit dem Taxifahrer nicht einigen konnte, nahm ich wieder ein Tuktuk. Der Fahrer war sehr nett und zeigte mir sein Gästebuch (clever, clever!!) wo andere Touristen, teils auch auf Deutsch, von ihren Trips mit ihm schwärmten. Ich wusste, dass ich an den nächsten Tagen von Kandy aus Dambulla und Sigiryia besichtigen möchte, was dieser Tuktuk-Fahrer natürlich anbot (der hätte mich für Geld wahrscheinlich überall hingefahren) - so sagte ich kurzerhand für einen Tagesausflug mit ihm zu, die zahlreich positiven Gästebuch-Einträge überzeugten mich! Nach einem Ruhetag in meinem wunderschönen Hotel in den Hügeln von Kandy, machte ich also den Tagesausflug mit Tuktuk. Erster Stopp war Sigiryia, nach etwa 3.5 Stunden Tuktuk-Fahrt... Unterwegs hielten wir noch in einem Spicegarden („Gwürzgärtli“), wo mir allerlei Gewürze gezeigt wurden und ich kurzerhand eine Massage mit ihren Ölen erhielt. In Sigiryia gab es dann einen Felsen zu besteigen, wo man Eintritt zahlt und dann alleine hochgehen kann. Über die heilige Treppe anfangs hiess es Schuhe aus, Hut ab - danach ging es weiter: eine steile Treppe aufwärts, vorbei an Buddhas in Höhlen. Es wurde immer steiler und anstrengender: aus Treppen wurden grössere Steinsbrocken - Klettern war angesagt! Ein paar Kletterübungen schaffte ich gerade noch so knapp einhändig - bis ich zum Punkt kam wo es nicht mehr ging... leider konnte ich wegen meines lädierten Fingers, welcher immer noch in einer kleinen Schiene ist, meine rechte Hand nicht nutzen als Stütze beim Klettern. Nur einhändig und das mit links, meiner schwachen Hand, war es schlicht unmöglich diese Kletterpartie zu bestreiten. Ich hatte auch Angst umzufallen und mich dann nicht aufstützen zu können. Es nagte sehr an meinem Stolz und die Enttäuschung, die Aussicht oben zu verpassen war gross... die Vernunft war aber zum Glück grösser. Beim Abstieg musste ich immer wieder kichernde Sri Lankis abwimmeln, welche ein Selfie mit mir machen wollten. Die wollen anscheinend möglichst viele Bilder von sich mit einer Weissen - scheint sone Art Trophäenjagt zu sein. Etwas gefrustet ging ich zurück zum Tuktuk-Fahrer. Weiter ging die Fahrt nach Dambulla, bekannt für seinen Cave-Temple (Tempel in der Höhle). Ein stolzer Eintritt war hier wieder zu bezahlen. Vor dem Tempel musste man dann wieder die Schuhe ausziehen - wo man dann nochmals extra zahlt fürs Schuhe bewachen lassen. Zum Glück wusste ich, dass ich lange Kleider anziehen musste. Hatte man dies nicht - zahlte man nochmals extra für ein Tuch.... clever, clever! ;-) Die Höhlen mit den Buddhas und der liegenden Göttin waren dafür sehr beeindruckend. Schnell hat man aber alles gesehen... ich muss gestehen, dass mich die Tempel in Thailand (v.a. in Chiang Rai) mehr fasziniert haben - aber man soll ja nicht vergleichen. ;-) Etwas desillusioniert von meinen zwei Tageszielen machten wir uns auf den Rückweg. Nochmals drei Stunden ratterndes Tuktuk stand mir bevor. Vorteil beim Tuktuk: der Fahrtwind und die Authentizität, sprich das echte Asien-Feeling. Nachteil: Abgase und Lärm, welche ungefiltert auf einem reinprasseln. Katalysatoren sind hier nicht gang und gäbe - Autos, Mofas und vor allem Busse und Lastwagen nebeln einem mit einem Giftgemisch von Abgas und Staub ein. Man geniesst im Tuktuk die volle Duftpackung von Abgas, Wachs, Fleisch, Gewürzen, Brennholz und Wasweissichwasalles von der Strasse - manchmal liebe ich diesen exotischen Geruchsmix und manchmal überfordert es mich richtig. Auch was der Lärm betrifft... als waschechtes Ormalinger Landei habe ich sensible Ohren - mein Wohnort ist mehrheitlich still und friedlich. Auf den Strassen Sri Lankas geht aber die Post ab! Hupen ist „Umgangssprache“ und wird IMMER eingesetzt. Hupen heisst entweder: „Achtung ich chume“ oder „gang ufd Sitte ich überhole“ oder auch „he Hooooi ich kenn dich“. Aber so crazy und nervzehrend der Verkehr auch ist - es funktioniert! Unfälle sieht man praktisch nie. Man macht sich platz und schlängelt sich selbst durch, dazwischen rennen noch die wilden Hunde auf der Strasse herum oder Kühe und Wasserbüffel überqueren den Weg. Bei den Fussgängerinnen sieht man verhüllte Frauen in Burkas und daneben die traditionell gekleideten Damen mit Rock, bauchfreiem Oberteil (bauchfrei war übrigens auch die Uniform der Sri Lankan Air Flugbegleiterinnen - stellt euch das Mal bei uns vor! Es gäbe - zu Recht - einen Aufstand!! Hahaha!) und der Scherpe über die Schulter. Was für ein Kontrast beim Anblick dieser Frauen! Jeder hat hier seinen Platz. Wie auch die zahlreichen Verkäufer am Strassenrand... jede(r) hat hier sein Business und preist etwas an: da werden farbige und kitschige Stofftiere schön drapiert, handgezüchtete Blumen werden sorgfältig bespritzt, reife und gluschtige Früchte werden säuberlich aufgereiht, hangefertigte Schnitzereien werden poliert- das Leben passiert hier direkt an der Hauptstrasse. Jeder versucht hier mit seiner Ware über die Runden zu kommen. Ich schmunzle beim Gedanken, wie wir uns im Büro schnell über Lärm oder Stress beklagen - in solchen Ländern würden wir alle „auf die Welt kommen“! Von morgens früh bis abends spät schuften hier die Menschen und sind stets dreckiger Luft und hohen Temperaturen ausgesetzt. Dies ohne zugesichertes Gehalt - Pensionskasse gibt es meist auch nicht. Entweder man macht etwas zu Geld oder nicht... Das gilt übrigens auch für alle afrikanischen Länder, die ich bis jetzt bereist habe. Mit Sonnenaufgang geht das Treiben los, nicht wenige nehmen bereits da einen ellenlangen Fussmarsch auf sich, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Ein Auto besitzen die wenigsten... bei diesen Temperaturen würden wir wahrscheinlich alle nur noch wie tote Fliegen rumliegen. Dass dann mal etwas langsamer funktioniert als in unseren Breitengraden ist daher nur verständlich. Ferien, 5-Tagewoche - die wenigsten dort kennen das. Trotzdem wirken sie glücklich, leben den Moment und scheinen nie gestresst zu sein. Etwas machen sie meiner Meinung nach doch richtig... oder vielleicht gar besser? Wenn ich da so an unsere stets gestresste und gewinnorientierte Gesellschaft denke... Fragt man bei uns jemanden wies geht, folgt auf das „guet“ meistens ein „aber grad viel los“ oder „viel ztue bi dr Arbet, wie immer“. Als ob das erstrebenswert oder man zeigen will, dass man „Wichtiges“ zu tun hat. Wenn man reist und anderes sieht, macht man sich automatisch solche Gedanken. Aber genug des Philosophierens... einen kleinen Exkurs gibt es dann sowieso nochmals wenn ich zu meiner Ayurveda-Woche komme. ;-) Nun bin ich aber wie gesagt auf dem Rückweg meines Tagesausfluges. Erschlagen von Gerüchen und lärmigen Strassen bestellte ich unter Kopfschmerzen und mit brennenden Augen „Room Service“ - mehr schaffte ich nicht mehr! Am nächsten Tag ging meine Rundreise bereits weiter: mit dem Zug ging es nach Hatton. Diese Strecke zwischen Kandy und Ella ist berühmt für die wunderschöne Szenerie mit Teeplantagen. Leider bekam ich davon trotz 2. Klasse Ticket nicht viel zu sehen. Der Zug war rappelvoll! Ich konnte mir immerhin glücklicherweise einen Sitzplatz ergattern, leider aber neben einem sich breit machendem Einheimischen, welcher ständig aus dem Fenster spuckte (das ist leider auch Asien! Ich dachte zuerst er wolle sich die schöne Landschaft genauer anschauen, als er sich immer wieder nach draussen ragte) und mir nicht mehr viel Platz liess - zumal auf der anderen Seite meine Reisetasche war. Eingequetscht fuhr ich so mehrere Stunden. Auf der anderen Fenster-Seite (die „schöne“ Seite mit den Tee-Plantagen) sah ich leider gar nichts - da alles Leute mitten im Gang stehen mussten. In Hatton ging es wieder mit einem Tuktuk zu meinem Hotel am Fusse des Adam‘s Peak, dem heiligen Berg Sri Lankas. Die Einheimischen besteigen wenn möglich einmal im Jahr die 5200 (!) Treppenstufen, welche zum überdimensionalen Fussabdruck auf dem Gipfel führen, der für alle Religionen heilig ist. Für Touristen gehört dieser Berg auf die „to do Liste“ - so natürlich auch für mich! Man erklimmt den Berg so, damit man den schönen Sonnenaufgang und das gewaltige Panorama am Morgen früh dort oben geniessen kann. Deshalb hiess es um 02:00 Uhr (!!) aufstehen und um 02:30 Uhr marschierte ich los. Mit Stirnlampe ging es ca 700 Meter durch das stockdunkle Dorf, vorbei an grunzenden Schweine (erster Schreck!) zum Berg. Wieder einmal musste mich mein Super-Engel etwas anstupsen und dabei meinen Angsthasen beruhigen. Blick zurück - hinter mir waren weitere Stirnlampen-Menschen, alles gut also. Bei einem offenen Verkaufsstand (wieder sehr clever!) kaufte ich mir nach kurzem Überlegen noch eine Banane, was sich später noch als kleiner Lebensretter herausstellen sollte! Ich marschierte dem Strassenverlauf entlang weiter („alles gerade aus, man kann es nicht verfehlen“ habe ich im Ohr). Plötzlich sehe ich wie zwei Stirnlampen-Menschen mir entgegen kommen... Nanu - die sind doch nicht bereits auf dem Rückweg?! Sie seien wohl falsch und würden umkehren, meinten die zwei jungen deutschen Herren. Nein nein, wir sind wohl richtig, entgegnete ich. Ich hätte keinen anderen Weg oder Abzweiger gesehen - und hinter mir seien noch mehr Peak-Erklimmer... Ok, meinten die zwei und so machten wir uns zu dritt auf den Weg. Die zwei hatten ein flottes Tempo drauf was mir recht wahr, ich wollte es ja auch möglichst schnell nach oben schaffen. Wir kamen ins Plaudern und die Minuten verstrichen... „sollte da nicht einmal eine Treppe kommen?“ fragten wir uns dann einmal. Von hinten stiessen noch zwei weitere Stirnlampen-Menschen zu uns, zu fünft gingen wir achselzuckend weiter: alles auf einem ansteigenden, aber flachen (keine Stufen!!) Weg. Eine Stunde waren wir mittlerweile unterwegs, wo wir inne hielten und realisierten, dass wir inmitten einer Teeplantage sind. „Hmmm, irgendwie komisch“... jemand hatte dann die glorreiche Idee Google Maps zu konsultieren. Unsere Befürchtung bestätigte sich - wir waren viel zu weit weg von der Treppe und haben uns komplett verlaufen! So verschlingte ich bereits um 03:30h keuchend und fluchend die gekaufte Banane! Gerade als wir umkehren wollten, kamen uns zwei junge Einheimische entgegen, welche und bestätigten dass wir auf dem falschen Weg sind. Für eine riesige Summe für Sri Lankesische Verhältnisse würden sie uns den richtigen Weg zeigen! Passen die hier verlaufene Touris ab? Auch wieder seehr clever... So viel werden wir bestimmt nicht zahlen! Wir finden schon wieder zurück... wir müssen nur die anderen Stirnlampen-Menschen finden. Das Tempo noch einmal etwas verschärft machten wir uns auf den Rückweg. Da passierte Fehler Nummer zwei! Wieder blieben wir auf dem Weg und übersahen die Abzweigung im Teefeld wo wir ursprünglich herkamen... zu diesem Zeitpunkt war uns dies jedoch noch nicht klar, im Gegensatz zu den zwei Einheimischen, die sich wohl ins Fäustchen gelacht haben, als sie uns so wegmarschieren sahen. Als wir uns immer mehr vom Ursprungsort entfernten, fluchten wir alle und merkten: wir sitzen tief in der „Kacke“ (Sorry!! Kann es nicht anders sagen...) Nach einem halben Sprint schafften wir es irgendwann nach gefühlt tausend Kurven zurück an den Startort zurück. Kurz oberhalb der „Bananen-Frau“ sahen wir nun das schwarze (Schwarz!!! im Dunkeln!!) Schild, das die Treppe WEG vom Strassenverlauf anzeigt. Dort steht übrigens auch nichts touristenfreundliches wie „Adam‘s Peak“, sondern „the sacred footprint of gauthama budda“. Ohh mann... Mittlerweile war es bereits 05:00 Uhr - wir hatten schon 2.5 Stunden Fuss-Marsch in den Knochen, und ein fitter Mensch braucht laut Reiseführer zwei Stunden auf den Gipfel. Sonnenaufgang wäre so zwischen 05:30 und 06:00 Uhr... Heilfroh die richtige Treppe nun gefunden zu haben speedeten wir vollgas los. Wer weiss - vielleicht gelingt uns ja ein neuer Weltrekord, vielleicht verspätet sich heute die Sonne etwas - wir waren voller Hoffnung und neuer Energie! Wir nahmen teilweise zwei Stufen aufs Mal, jedoch waren die Stufen so unterschiedlich hoch und lang - dass man den Rhythmus immer wieder wechseln musste. Unser regelmässige Atem ging immer mehr in ein Keuchen hinüber, Schweiss tropfte von der Stirn, ich spürte bereits die Röte im Gesicht meines pochenden Hauptes. Während wir immer langsamer wurden und die Dunkelheit dem Licht wich, dämmerte uns, dass wir es mit diesem Tempo nie nach oben schaffen würden. Diese Einsicht kam jedoch schon zu spät.... wie haben uns völlig übernommen und sassen nun röchelnd auf der Treppe, tranken durstig Wasser und sahen wie inzwischen die Sonne aufgegangen ist. Man konnte es jedoch nur wage erkennen - zu dicht war das Wolkenmeer. Wir schauten auf den endlos weit weg scheinenden Gipfel empor und sahen auch dort nichts als Wolken. Eine klitzekleine Genugtuung tat sich breit, dass die da oben wahrscheinlich gar keinen schönen Sonnenaufgang zu sehen bekamen. Immerhin haben wir nicht den Jahrhunderts-Sonnenaufgang dort oben verpasst! Unser Trio splittete sich nun auf... der eine blieb an Ort und Stelle sitzen und wollte keinen Meter weiter gehen. Der andere wollte unbedingt noch hoch, war aber so fit und schnell, dass ich ihn ziehen liess. Ich wusste, wenn ich den ganzen Aufstieg noch schaffen möchte (und dass wollte ich umsverreckä, das kann ja nicht alles gewesen sein - eine Nachtwanderung durch Teeplantagen?!), dann musste ich es nun gemächlicher und in meinem Tempo angehen: im Schneckentempo. Ich brachte kaum noch meine Beine hoch, im Zeitlupentempo schleiffte ich mich über jede einzelne Stufe - manchmal nur mit Hilfe des Geländers, woran ich mich festhielt. Während ich mich da so chnorzig und dampfend aus allen Poren in kleinen Schritten hocharbeitete, kamen mir mittlerweile die ersten Gipfel-vor-dem-Sonnenaufgang-Erklimmer entgegen. Alle bestätigten mir unsere Vermutung: vom Sonnenaufgang sahen sie nichts! Ha, immerhin das! Ein kleiner Trost... Fluchend und zitternd arbeitete ich mich weiter hoch (manchmal bei ganz fiesen Stufen sogar auf allen Vieren - ohne Seich!), da hielt ein einheimischer Guide, der einen deutschen Touri wieder hinunterbegleitete an und zeigte auf mein Bein: „Juuu blaad thee...“  Ich so: „Hää?“ und drehte mich um, damit ich mein Bein hinten sehen konnte. „Olll blaad“, bekräftigte der Guide seine Analyse. „Ohh no this is only dirt“, antwortete ich - da wir durch ziemlich nassen Dreck am Ende der Teefelder wateten. Ok, es war schon ziemlich rot an meinen Hosen, gar nicht so braun. Ich hebte meine Hose an und sah mein blutverschmiertes Bein. „Ah it‘s maybe the mosquito bites“ nahm ich an, den meine Beine waren immer noch verstochen von der Südafrika-Safari her. Ganz üble Viecher, über einen Monat hab ich nun diese Stiche. Hab sie wahrscheinlich bei diesem Aufstieg ohne zu merken aufgekrazt. „It‘s a liiitsch, bat its goon naaw“, wieder der Guide. Ich nochmals: “Hää?!“ Der deutsche Super-Touri klärte mich mit ausdrucksvoller Miene auf: „Es ist ein Blutegel! Aber der ist jetzt nicht mehr da. Hat sich schon abgelöst“.  What??! Auch das noch...„Sind ganz harmlose Viecher“, teilte der Touri sein Schatz an Wissen mit mir. „Aber der war zwei Stunden da drann, wenn der sich bereits abgelöst hat. Wird jetzt etwa noch acht Stunden lang bluten“. Jetzt ist mir alles klar... ich musste zwei Stunden einen Blutsauger da mit hochschleppen, der mir offensichtlich mein kostbares Blut weg nahm. Kein Wunder hatte ich keine Energie mehr, dachte ich grimmig. Ich bedankte mich bei beiden füre ihre Auskunft. Ich hätte wohl später schon einen Schrecken gehabt, hätte ich all das Blut entdeckt - nicht wissend woher und warum. Dem Nirvana nähernd schleppte ich mich weiter, nun strahlten mich weitere Gipfelabsteiger an und meinten dass ich es bald geschafft habe! „You can do it!“ Die merkten wohl dass ich am Ende meiner Kräfte war. Kurz unterhalb des Gipfels traf ich meinen deutschen Teeplantagen-Kollegen an, der oben war und nun wieder hinunter ging. „Wusste gar nicht was ich da oben machen soll, wurde mir nach ein paar Minuten langweilig. Tempel ist zu und alles vernebelt“. Na bravo... auch das noch! Ich verabschiedete mich von ihm und entschuldigte mich schuldbewusst zum tausendsten Mal, dass ich sie davon abbrachte umzukehren am Anfang. Ich stieg die letzten paar Stufen hoch und sah dann mit eigenen Augen, dass man a) nichts sah (von der überall angepreisten wundervollen Aussicht) und b) dass der Tempel, wo sich dieser mega Fussabdruck befand, sowie die Glocke die man schlagen durfte wenn man das Ziel erreicht hat („Yessss!! I really made it!!“) - durch eine  geschlossene Tür unzugänglich war. Jetzt sah ich nach dieser Tortur nicht einmal diesen verd.... Footprint! Ein Mannli kam aus einer Tür und bot mir freundlich heissen, gesüssten Tee an. So schlürfte ich süssen Ceylon-Tea und ass meine Schoggiguetzli, wovon ich das Bisquit mit den zwei Hunden teilte, die mich hungrig und schwanzwedelnd anblickten. Immerhin war ich nun die einzige Touristin auf dem Adam‘s Peak. Das kommt bei der sonst so überlaufenen Sight-Seeing-Attraction wohl selten vor. Ein paar Minuten später machte ich mich bereits wieder an den Abstieg. Ja nicht müde werden oder Muskeln erkalten lassen!  Flott hüpfte ich die Treppen hinunter. Möglichst schnell zurück ins Hotel, duschen, zmörgele... das war der Plan. Vielleicht noch zuerst nach weiteren Blutegeln schauen, aber dann mjammmjamm. Ist ja gar nicht so schlimm dieser Abstieg, wie so viele behauptet haben. Aber bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall. Langsam aber sicher wurden meine Beine immer schwerer, dann ging es über in ein leichtes Ziehen an Oberschenkel und Waden... und dann fing mein rechtes Knie an zu schmerzen. Und zwar so richtig! Abartig heftige Schmerzen... der Schmerz wurde irgendwann so unglaublich unerträglich, dass ich nur noch seitwärts die Treppe runtersteigen konnte. Ging es mal gerade aus, konnte ich kaum noch einen Schritt mit meinem rechten Bein machen. Noch NIE hatte ich solche Schmerzen aufgrund körperlicher Betätigung! Es war die Hölle... ich schaffte es kaum zurück ins Hotel. Nach der Dusche (habe zum Glück keine Blutegel mehr gesichtet) und dem Frühstück, ging es mir wieder etwas besser. Ich bestellte ein Taxi, welches mich nach Ella bringen soll. Heute werde ich keinen weiteren Schritt mehr machen! Der liebenswürdige Taxifahrer, der gleich noch seinen Sohn mitnahm, damit der einmal Ella sehen kann, streckte mir auf der Fahrt eine Muskelcreme entgegen (eine Art Perskindol). Yess man, der spürt mich! Hat wohl schon andere Adam‘s Peak traumatisierte Touris an Bord gehabt. Ich schmierte meine Beine dick damit ein, so dass der ganze Wagen danach gerochen hat.  Angekommen in Ella, bei strömendem Regen, merkten wir, dass das Taxi nicht den schuttigen und gerölligen Hang hochfahren kann - wo meine Unterkunft war. Ich ahnte kurzzeitig Böses - doch ein mutiger Tuktuk-Fahrer war meine Rettung und spulte vollgas den Matsch-Hügel hoch. In einem wunderschönen Homestay mit Blick auf einen Wasserfall kurierte ich meinen geschundenen Körper aus. Ich wollte am nächsten Tag einen leichten Spaziergang zum Wasserfall machen, doch nach 5 Minuten musste ich wieder umkehren - die Knieschmerzen meldeten sich nach ein paar Schritten sofort zurück! So relaxte ich auf dem holzigen Balkon mit wunderschöner Aussicht, las ein Buch und schaute einen Film. Gezwungen zum Nichtstun... ;-) Als ich da so in meinem Sri Lanka Reiseführer stöberte fiel mir ein Artikel auf über hiesige Gepflogenheiten: Man soll nie etwas mit der linken Hand reichen, diese gelte als unrein! Ojee... aufgrund meines verunfallten rechten Mittelfingers gebe ich immer die linke Hand! Jetzt weiss ich warum gewisse Leute manchmal gezögert haben, meine Hand zu schütteln. Ich dachte immer dies sei weil es einfach komisch ist, die linke Hand zu schütteln. Dabei dachten die wahrscheinlich alle „Ooh nein, die gibt mir die gruusige Hand!“. Ohh peinlich... Ok, ab jetzt werde ich den Gruss mit gesenktem Kopf und Hände zusammengefaltet machen. Ist hier auch gang und gäbe. Nach der Regeneration in Ella gings nun ganz in den Süden nach Tissamaharama, wo ich für eine Woche eine Ayurveda-Kur gebucht habe. Hier wollte ich alle negativen Erlebnisse in Sri Lanka vergessen, es einfach geniessen und einen versöhnlichen Abschluss finden mit diesem Land. Eine Woche lang Massagen und Erholung - ich freute mich so darauf! Angekommen im wunderschönen Resort direkt am Yoda-See erhielt ich gleich einen erfrischenden Willkommensdrink (spezieller Geschmack, aber sicher sehr gesund - Ayurveda halt!) und eine wunderschöne Blumenkette um den Hals. Nachdem ich feierlich eine Kerze anzünden musste, brachte man mich auf mein Zimmer. Eine wunderschöne Suite mit Balkon und Seesicht - herrlich! Hier lässt es sich leben! Am ersten Abend genoss ich ein letztes Mal à la Carte - bevor es am nächsten Tag dann mit der Ayurveda-Küche losgeht. Ich las mich zur Vorbereitung noch ein wenig in die Ayurveda-Heilkunst ein, wo ich lernte, dass bei Ayurveda (übersetzt sozusagen „Weisheit des Lebens“) die wichtigste Priorität im Leben das Leben selbst ist. Das heisst der Körper steht bei allem im Zentrum. Die ayurvedischen Grundsätze angewendet bei der Ernährung und beim Lebensstil sollen ein langes, gesundes und friedvolles Leben ermöglichen - durch das Bewahren der Gesundheit, die Steigerung der Kraft und ein optimales Mass an Energie. Gemäss der ayurvedischen Auffassung hat jede(r) eine individuelle Konstitution, was dann in Typen eingeteilt wird und worauf die Ernährung basiert (was tut einen gut und was nicht). Am nächsten Morgen stand der Arzttermin an, wo der Ayurveda-Arzt mich untersuchte um mit mir gemeinsam den Behandlungsplan festzulegen. Die Untersuchung fand nur in Form von Blutdruck und Puls messen statt, wobei der Arzt meinen Puls am Hangelenk gefühlt und mir dabei diverse Fragen gestellt hat. Unglaublich was er da bereits alles feststellen und auch richtig erkennen konnte! Ich war beeindruckt und wähnte mich in professionellen Händen. Danach ging es mit den ersten Behandlungen los - diverse Massagen und zum Abschluss ein Kräuterbad. Die folgenden Tage sahen mehr oder weniger so aus: Start in den Tag um 07:00 Uhr mit einer Stunde Yoga. Perfekt um den Körper langsam in Schwung zu bringen! Man betätigt sich dabei körperlich und gleichzeitig findet man auch Ruhe und Entspannung. Danach gab es Früstück und meist so um 09:00 Uhr starteten die Behandlungen. Am Anfang der Woche waren es vor allem sehr angenehme Treatments: Massagen von Gesicht über Kopf und Fuss, teilweise auch mit wärmenden Kräuterbeutel und/oder synchron - das heisst zwei Therapeutinnen massieren einem parallel links und rechts. Dabei wird immer schön viel Öl benutzt - ich fühlte mich nachher jeweils wie eine glitschige Ölsardine. Eine sehr angenehme Behandlung war auch das Shirodara, wo eine halbe Stunde lang warmes Öl pendelnd von links nach rechts und zurück auf die Stirn fliesst. Nach den meisten Behandlungen hiess es ausruhen im Zimmer. Gegen ende der Woche gab es aber auch noch Behandlungen, die weniger zum Geniessen waren (aber dem Körper sicher gut tun!) wie die Nasen-/Stirnhöhlen-, sowie Darm-Reinigung. Was je länger je mehr auch nicht zum Geniessen war, war die supergesunde und leicht bekömmliche ayurvedische Küche. Es gab zwar drei Mal am Tag mehrere Gänge, diese bestanden aber praktisch nur aus Gemüse und Früchte. Ich habe gelesen, dass man laut Ayurveda den Magen nur zu zwei Drittel füllen soll beim Essen. Den Magen aber nur zu einem Drittel zu füllen ist aber sicher auch nicht gesund, fluchte ich innerlich - wenn ich jeweils noch hungrig nach dem Essen zurück in mein Zimmer ging. Es lag nicht wirklich an der Menge des Essens, aber was man erhielt war nicht sehr nährhaft und schmeckte mir oft auch nicht. Mittags gab es immer roten Reis (seehr trockener Reis) und Linsencurry, ich konnte es mit der Zeit kaum noch runterwürgen. Wenn es mal ein dunkles Stück Brot oder etwas Nudeln gab (so 5-6 Bissen in einem Schälchen) bekam ich fast das Augenwasser vor Freude. Andere Damen neben mir am Tisch verzichteten manchmal auf die Suppe (die es jedes Mal noch gab) oder einen anderen Gang - „weil es sonst zuviel ist“. Whatt?? Das konnte ich nun wirklich nicht verstehen! Wie kann man zuviel von „nichts“ haben?! Die lassen Gänge aus und ich werde mit allem essen nicht satt. Was zermürbend hinzu kam, war, dass man zuerst immer diverse bittere Medizin-Drinks und Pillen schlucken musste. Etwa 2-3 verschiedene healthy Säfte bevor man überhaupt mit dem Essen loslegen konnte. Und die spinatgrüne Kräutersuppe als erstes beim Zmorge verdarb mir noch den Rest. Einmal als es „fast Nichts“ zum Znacht gab legte ich alle Hoffnung ins Dessert - dann kam ein Shotgläsli (!!) Fruchtsalat. Ich musste fast weinen... aber ich blieb stark und meine zwei Schoggistängeli überlebten die Woche im Kühlschrank. Ich habe gelesen, dass man ja nichts derartiges (mit Zucker, Koffein etc) einnehmen darf - das könnte in der Kur wie Gift wirken. Was in diesem Resort auch nicht zur Erholung beigetragen hat, waren die zahlreichen Fliegen immer und überall (wahrscheinlich aufgrund der Seenähe). Diese summenden Viecher haben mich teilweise so richtig genervt! Da kommt man tiefenentspannt aus seinem Zimmer, schlendert da so easypeasy zum Resti, lässt sich auf den Stuhl sinken und ZACK - die Entspannung ist dahin! Diese Biester hatten es immer auf mein weniges Essen abgesehen. Also rückblickend zusammengefasst: es war eine lehrreiche und zumindest teilweise entspannende Woche, wo ich einen tollen Einblick in die Ayurveda-Lehre erhielt. Die Angestellten waren superfreundlich, die Anlage war sehr schön und die Massagen waren eine Wohltat (ausser eine Fliege machte es sich gerade wieder einmal bequem auf meinem Körper). Manches war sehr schön, manches weniger und das mit dem Essen war richtig hart. Das habe ich unterschätzt, respektive nicht so krass erwartet. Ich muss zugeben, um mich künftig zu erholen bevorzuge ich eindeutig das Wellnessen, wo man auch gut essen kann. Ich finde, gutes Essen ist Voraussetzung um glücklich zu sein. Oder anders gesagt: ohne gutes Essen geht es einem nicht gut! ;-p
Ich nehme aber auch von diesem Aufenthalt ganz sicher Einiges mit, was ich weiterhin umsetzen will - wie zum Beispiel das morgendliche Praktizieren von Yoga oder das bewusste und langsame Essen (nicht bei Stress oder unterwegs essen und alles lange kauen) und einfach sich und seinen Körper ins Zentrum von allem zu stellen. Sich Sorge geben, herausfinden was einem gut tut und dies auch sich zukommen lassen. Und genau deshalb fliege ich nun nach den zwei letzten Tagen in Sri Lanka, welche ich zurzeit am wunderschönen Hippie-Beach von Mirissa verbringe, nach Italien! Dolce vita in bella Italia! :-) Aber nicht (nur) wegen der feinen italienischen Küche wie ihr nun vielleicht vermutet, sondern weil dort meine Liebsten im Urlaub sind und ich sie dort für eine Woche besuchen werde. Die Reise ist vielleicht ein wenig crazy, aber als ehemalige langjährige Hostess sind lange Flugreisen für mich Gewohnheit und mein Herz freut sich wie verrückt auf diese mir wichtigen Menschen, welche ich bereits sehr vermisse - vor allem mein Sonnenschein und Neffe Ben.
Der wollte zwar zuerst nicht nach Italien abreisen, weil Dada (=Tanti) ja bei den Pimpims und nicht in Italien sei... :-) 
Arrivederci amici - ci vediamo (o ci sentiamo)!

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Sylvie (Dienstag, 16 Oktober 2018 23:31)

    Wow Rahel, was dü alles erläbsch, unglaublich interessant! Wünsche dier wieterhin viel Spass und gniess d'Famili in bella italia...ci vediamo!

  • #2

    Mimi (Mittwoch, 17 Oktober 2018 22:47)

    Rahel, danke wider eimol meh für di usfüehrlichi Blog-Itrag! Du hesch jo wider vieles erläbt & duregmacht uf dere Insle...! Unglaublich! Merci, dass mir däm Wäg chli chönne gedanklich mitreise & mitfiebere...! So spannend! Wünsch dir jetz e wunderbari Wuche mit dine Liebste (und mit feinem Esse) in bella Italia! Gniess es fescht!

  • #3

    Claudia Grob (Donnerstag, 18 Oktober 2018 20:45)

    Einfach spannend, Deinen Blog zu lesen und so deine Reise mitzuerleben! Du schreibst so unterhaltsam und man kann sich alles so gut vorstellen! Geniess die Zeit mit deinen Liebsten, das mag ich Dir so gönnen!!!

  • #4

    Ma (Freitag, 19 Oktober 2018 18:54)

    Au wenn die Stirnlampe-Gschicht nöd nur luschtig gsi isch - spannend zum läse ischs uf jedefall!
    Gniess din Italie-Abstecher!
    Liebs Grüessli Ma

  • #5

    Tamara (Montag, 22 Oktober 2018 11:33)

    Wow so schön was du alles erläbt hesch in dere kurze Zyt (wenn au nit immer alles schön gsi isch). Ich wünsch dir ganz e tolli Zyt in Italiä mit dine Liebschtä und mit guetem Ässe :-) Gniesses!