Ranger Woche / Bush Skills Kurs im Okavango Delta


Die Fahrt von der Stadt Maun, am Fusse des Okavango Deltas, in unser Camp der Okavango Guiding School am Kwapa River, dauerte etwa zweieinhalb Stunden. Phil, mein Ausbildner und Guide für die kommende Woche, fragte mich unterwegs nach meinen Reiseplänen. Ich erklärte ihm, dass diese Woche im Busch von Botswana der Start meiner mehrmonatigen Reise um die Welt und nebenbei wahrscheinlich auch das Verrückteste sei, das ich auf meiner Reise machen werde. Von Phil hingegen erfuhr ich während der Fahrt, dass ich in dieser Woche die einzige Schülerin sein werde (wogegen in der Woche vorher 11 Auszubildende im Camp waren!). Zu diesem Zeitpunkt war ich mir noch nicht sicher, ob diese Tatsache nun ein Vorteil oder eher ein Nachteil für mich ist. Als Phil dann grinsend erwähnte, dass er bis zum Ende der Woche nicht mehr am Steuer dieses Gefährts sitzen werde, ahnte ich Böses anhand dieses 10-Plätzers von einem Monsterjeep, der eindeutig etwas in die Jahre gekommen ist! Der mutige Engel in meinem Kopf reckte die Faust in die Höhe und juchzte laut: "Rahel, du bist nicht hier als konsumierende Safari-Tante, sondern du sollst lernen wie es sich anfühlt, eine Rangerin zu sein! Auf gehts!" Der Angsthase in mir jaulte das erste Mal laut auf und verkroch sich in eine Ecke...
Angekommen im Camp wartete bereits auch die erste Mutprobe auf mich und den Hasen: eine Gruppe von Elefanten gehörte mitunter zum Begrüssungskomitee. Sie wollten zum Fluss gelangen, der beim Camp vorbei fliesst. Notiz am Rande: das Camp befindet sich mitten in der Wildnis, ohne Zaun oder sonstige Abgrenzung - das heisst die Tiere kommen und gehen wann sie wollen. Anhand dieser Tatsache stellt sich hier auch die Frage - wer dringt hier in wessen Revier ein? 
Klarer Nachteil wenn man alleinige Studentin ist: man befindet sich als Einzige auf der Gäste-Seite des Camps. Die Guides und Angestellten hausen alle auf der anderen Seite in ihren Zelten. Immerhin habe ich Zelt Nummer 1 mit der schönsten Aussicht und dem kürzesten Weg vom Camp bis zum Zelt erhalten... dennoch sind dies geschätzte 50 Schritte zu weit weg für den Angsthasen. Vor allem wenn einem in der Dunkelheit die Pfannengrossen Fledermäuse um die Ohren fliegen! Phil zeigte mir zuerst mein Zuhause für die kommende Woche: 
ein grosszügiges Zelt, eingerichtet mit einem spartanischen Bett und einer kleinen LED-Lampe. Hinten am Zelt befindet sich anschliessend das Bad: Zelt-Wände, welche eine Freiluft-Dusche (eine sogennante "bucket-shower", ein Kessel der in der Luft an Seilen befestigt ist - den ich mit Wasser, das über dem Feuer aufgeheizt wird, vor dem Duschen auffüllen kann) und eine Toilette (ein Plumpsklo) beherbergen. Beim Verlassen meines Zeltes sagte Phil noch zu mir, ich solle dann aufpassen ob keine Elefanten da sind wenn ich zum Abendessen rüber komme.... Okeee! Der Angsthase drehte sich weg und formte seine Hände zu einem ersten Stoss-Gebet. Als ich dann unter dem freien Sternenhimmel, im Genusse eines Gratis-Froschkonzerts vom Fluss her, mein erstes Abendessen einnahm, war ich so richtig angekommen in der magischen Wildnis von Afrika! Lala Salama... "Gute Nacht" auf Suaheli. Gehört eigentlich eher nach Kenia, aber egal. Ist trotzdem schön! :-)
Die erste Nacht draussen im Busch bescherte mir wie erwartet nicht viel Schlaf.
Erstens musste ich mich zuerst wieder an die vielen Tiergeräusche gewöhnen, welche unmittelbar neben meinem Zelt gemacht wurden. "War das ein Schnauben? Und dieses Brüllen? Wie weit weg kann das sein? Und was frisst hier Gras direkt vor meinem Zelt?"
Zweitens hat es in dieser Nacht ziemlich heftig gewindet, so dass es einen Teil der Zeltplane beim WC und der Dusche weggerissen hat. Einerseits habe ich so ständig das Flattern der Plane gehört, und andererseits habe ich das Licht des Mondes immer wieder gesehen, das durch die offene Lücke schien - und der Angsthase war sich sicher, dass diese Lücke auch früher oder später von einem wilden Tier entdeckt werden würde. Der mutige Engel schüttelte nur den Kopf und mahnte mich an Phils Worte: "Im Zelt bist du 100% sicher! Für Tiere ist ein Zelt etwas total Unnatürliches was sie meiden und sie riskieren nicht das Hereindringen in ein Zelt, wenn sie nicht wissen welche Gefahr dort lauern könnte". Zum Glücken wissen diese Tiere nicht, dass ihnen hinter diesen Wänden absolut keine Gefahr drohen würde... ;-) 
In den kommenden Nächten habe ich dann aber sehr gut geschlafen - natürlich auch, weil ich jeweils sehr müde von den täglichen Aktivitäten war.
Ich fühlte mich von Tag zu Tag wohler im Busch und manövrierte das Jeepmonster je länger je stilsicherer durch die Kurven ("keine Kurven schneiden!"), Sanddünen ("lass das Steuer los, die Reifen finden den Weg selber durch den Sand!") und das Wasser bei einer Flussüberquerung ("Untersetzung rein und dann Vollgas, immer auf der mitte der Brücke bleiben!"). Ich kann euch sagen, am Steuer eines solchen Safari-Gefährts zu sitzen ist noch einmal einen ordentlichen Zacken anstrengender, als nur hinten zu sitzen und nach Tieren Ausschau zu halten.
Vor allem wenn man dann plötzlich einem agressiven Elefanten-Bulle gegenüber steht.
Und hier kommt Praxis-Lektion Nummer eins, gut aufgepasst kleiner Angsthase!
Tiere greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen und sie keinen Ausweg, respektive Fluchtweg erkennen können.
A) Wir stehen nicht auf ihrem Speiseplan (wir sind für sie zu gruusig mit unseren komischen non-animalen Düften und unseren unnötigen Kleidern)
B) Tiere meiden Troubles... sie haben es lieber chillig und easy. Unnötigen Stress in Form eines Angriffs meiden sie gerne, da sie das Risiko selber sich in Gefahr zu begeben minim halten möchten
Nun bei den Elefanten gibt es noch eine Zwischenstufe bevor ein Angriff gestartet wird. Wenn der Elefant über den Status "finde ich nicht cool dass ihr hier seid" hinaus ist, kommt der sogennante Warnangriff. Dabei rennt der Elefant los und täuscht einen Angriff vor, wobei er kurz vor der Konfrontation den Angriff abbricht. Und genau dies erlebten wir mit einem jungen Elefanten-Männchen! Trotz der beachtlichen Grösse unseres Jeeps fühlte ich mich plötzlich ganz klein und schutzlos - hinsichtlich dieses hässigen Elefanten-Teenies. Meine Hände klebten zittrig am Zündschlüssel, mein Herz stand kurzzeitig still. Ganz zu schweigen vom Angsthasen - der hatte die Windel bereits proppevoll!
Mein Guide sass aber noch ruhig hinter mir und wies mich an, still zu bleiben und den Motor nicht zu starten. Tatsächlich wendete sich der Elefant nach dem Angriff-Stopp ab und entfernte sich von uns. Phil erklärte mir nachher, dass dies ein normales Verhalten eines jungen Elefanten-Männchen war, der einerseits noch sehr unsicher ist und sich daher schnell bedroht fühlt und/oder andererseits sich auch verpflichtet fühlt, seine Familie zu schützen.
Einen Angriff eines Elefanten muss man eher von einer Elefanten-Mutter, welche ihr Junges dabei hat, fürchten - wenn man ihnen zu nahe kommt oder ihnen den Weg abschneidet.
Oder dann bei einem Elefanten-Bullen wenn er paarungswillig ist - das würden dann bestimmte Merkmale wie das Austreten einer Flüssigkeit bei einer Drüse hinter dem Auge anzeigen.
Durch dieses Wissen kann ein geschulter Ranger eine Situation richtig einschätzen und dementsprechend reagieren.
So habe ich immer mehr gelernt das Verhalten der Tiere zu lesen und die richtigen Schlüsse zu zu ziehen. Täglich erhielt ich Theorie-Lektionen, wo ich mehr über die Tiere, Pflanzen und das Überleben im Busch erfahren habe. Bei den Basic Survivor Skills konnte ich sogar kurz minimal auftrumpfen mit meinem "Safety First" Wissen von meiner Flight-Attendant Ausbildung her (High-Five Angsthase!). Bei den unzähligen Vogelarten, welche mir Phil geduldig immer wieder aufgezeigt hat, habe ich beim Abfragen jeweils meistens versagt. Auch die verschiedenen heimischen Baumarten wollten zuerst nicht in meinem Gedächtnis hängen bleiben... Zu gross war die atemberaubende Vielfalt von Flora und Fauna für meine eingerosteten Hirnzellen! Doch gegen ende der Woche konnte auch ich die gängigsten Vögel und Bäume ab und zu richtig    identifizieren. Es war faszinierend zu sehen, wie die Zusammenhänge in der Natur und das dazugehörige Wissen einem weiterhalfen: Wenn man wusste, welcher Baum hier wächst kann man daraus schliessen, welche Tiere sich hier aufhalten und diese Pflanzen fressen. Wenn man den Warnruf eines Vogels erkennen kann, weiss man dass bestimmte wilde Tiere im Anmarsch sind. Ich war höchst beeindruckt vom breiten Wissensschatz meines jungen Ausbildners - Wissen das überlebenswichtig sein kann, wenn man sich in der Wildnis aufhält und sich nicht unnötig in Gefahr begeben will. Eine wichtige Lektion hierbei war auch das Lesen von Tierspuren. Hierfür schleiften wir abends mit unserem Jeep einen grossen Gummipneu hinten angebunden kreuz und quer durch den Sand. Einerseits verursachten wir so eine riesige Staubwolke hinter uns ("Sorry arme Zebras!), andererseits konnten wir so den Sand glätten und alte Spuren verwischen - so dass am nächsten Morgen neue Spuren von der Nacht klar ersichtlich waren ("welches Tier war das?", "in welche Richtung ist es gegangen?", "ist die Spur alt oder noch ganz frisch?"). Die Lektion über Astronomie fand eines schönen Abends draussen unter dem grossen Himmelszelt statt. Wir packten Schlafsack und Zelte ein und fuhren in die wirkliche wilde Wildnis, noch wilder als das wilde Camp. Yiipiieee... der Angsthase konnte es kaum erwarten! Der furchtlose Engel rieb sich die Hände und packte schon mal die kleinen Zeltstangen des Mini-Zeltes aus. Das kleine Zelt verfügte oben nur über ein Netz. Klarer Vorteil: man sah wunderschön die Sternen in der Nacht. Kleiner Nachteil: man konnte so auch sehen, wer da so nachts um das Zelt herumlungerte... 
Zuerst erhielt ich noch eine Lektion im Feuer-Machen: auch hier war ich nicht besonders talentiert und nachdem ich ein paar klägliche Funken erzeugt habe, übernahm Phil und zeigte mir wie das richtig geht! Immerhin knurrten die Mägen und das Essen muss auf den später entstehenden Gluten noch erhitzt werden. Als wir dann so gemütlich zu dritt in der vollkommenen Dunkelheit beim Essen waren (hier begleitete uns noch Gareth, der junge Camp-Clown und Mann-für-Alles aus Südafrika), sah Gareth plötzlich mit seiner Stirnlampe zwei gelbe Augen hinter uns im Busch funkeln. Der Angsthase fiel zack in Ohnmacht und tatsächlich - es stellte sich heraus, dass uns ein Leopard begutachtete. Gopf - wenn man dieses Tier tagsüber aus sicherer Distanz beobachten möchte, versteckt es sich fies. Und wenn man dann so nachts schutz- und wehrlos im Dunkeln sitzt, pirscht es sich von hinten an. Die hat man gerne!
"Leoparden sind sehr scheu und ergreifen schnell die Flucht", raunte mit mein Hero-Engel zu. Angsthase schüttelte nur noch den Kopf... Ein paar Minuten später hörten wir alle drei einstimmig das Brüllen eines Löwen! Aber weeeeiiit weg von hier, sehr weit weg! Kein Grund zur Unruhe.... Die Teller waren kaum leer gegessen, als wir das Löwengebrüll wieder hörten.
Diesmal eindeutig näher. Viiieeeeel näher.... Der Angsthase hüpfte schon mal ins Zelt!
Selbst Phil musste zugeben, dass dieser Löwe nun einen beachtlichen Weg innerhalb von etwa 20 Minuten hinter sich gebracht hat - das heisst, er sucht etwas Bestimmtes hier!
Sehr wahrscheinlich die Büffel, die wir hier in der Gegend tagsüber gesehen haben...
"Eher wahrscheinlich uns,", krächzt der Angsthase aus dem Zelt hervor.
Wir versicherten uns der Anwesenheit des Königs der Tierwelt und zündeten mit unseren Taschenlampe in Richtung des Gebrülls, wo uns doch tatsächlich von der anderen Seite des Flusses her das Augenpaar eines Löwen anblitzte. Kleine Randnotiz hierbei: Löwen im Delta schwimmen durch Wasser, nicht wie in anderen Regionen wo Raubkatzen das Wasser meiden. Schön zu wissen... veeeery nice to know! 
Trotz allem habe ich sehr gut in meinem Mini-Mini-Mini-Zelt geschlafen, obwohl es nachts sehr kalt war und uns ein Elefant mit seiner Anwesenheut beehrt hat. Aber die grossen Mietze-Katzen blieben die Nacht hindurch still. Ob sie aber auch den Zelten fernblieben? Manche Dinge weiss man lieber nicht... mein Engel klopfte mir am nächsten Morgen jedenfalls anerkennend und ein wenig stolz auf meine Schultern.
Was zweifelsohne zum Busch und/oder zu Afrika gehört wie die atemberaubende Sicht der Sterne in der Nacht, sind Pannen. Genauer gesagt in unserem Fall Jeepmonster-Pannen. Das klägliche Surren und Absterben des Motorengeräusch am Morgen nach unserer Wild-Camping-Nacht liess nichts Gutes erahnen. Da half all das fachmännische Wissen und Können meiner zwei Begleiter nichts - wir mussten den Jeep stehen lassen und zu Fuss zurück zum Camp gehen! Ich hatte immerhin gute Turnschuhe an den Füssen, Gareth der sorglos nur ein paar Flipflops dabei hatte, wurde kurzzeitig blass im Gesicht. 
Für mich war es nicht der erste Bush-Walk in dieser Woche - bereits zwei Mal zuvor durfte ich es erleben, wie es sich anfühlt den Tieren sich zu Fuss zu nähern. Vor einem solchen Walk gibt es jeweils ein Safety-Briefing, wo die Hauptmessage war: "egal was passiert, auf keinen Fall rennen!". Wir wollen ja nicht unnötig den Jagdinstinkt wecken...
Bei einem solchen Spaziergang ist immer das Ziel, dass die Tiere gar nicht merken dass wir da sind - um sie in ihrem natürlichen Verhalten beobachten zu können. Dazu bedarf es einer Tarnkleidung in den Busch-Farben grün, braun, khaki ("sie sollen uns nicht sehen"), keiner Gespräche ("sie sollen uns nicht hören") -> will man die Aufmerksamkeit des Guides um etwas mitzuteilen, schnippt man mit den Fingern, und man achtet darauf, dass man sich gegen die Windrichtung bewegt ("sie sollen uns nicht riechen") -> hierfür streute Phil regelmässig Asche gegen den Wind, um auszumachen in welche Richtung der Wind bläst. 
Nun der bevorstehende Walk vom kaputten Jeep zurück zum Camp führte uns geradewegs durch ein Gebiet, wo wir die drei Tage zuvor täglich zwei Nashorn-Damen gesichtet haben. Diese Tatsache machte auch Phil etwas vorsichtiger als sonst schon, er mahnte uns höchst aufmerksam und achtsam zu sein. Denn bei einem Nashorn ist die Wahrscheinlichkeit leider sehr gross, dass es zuvor negative Erlebnisse mit Menschen gemacht hat, die zu Fuss unterwegs waren (Wilderer, die ein anderes Nashorn getötet haben). Dass dann ein Nashorn nicht besonders erfreut auf Menschen reagiert ist da wohl sehr nachvollziehbar. Ich gab mein Bestes und schaute stets nach links, nach rechts, nach hinten, nach vorne - schon lustig wie da plötzlich Löwen, Büffel und Elefanten zur Nebensache werden. Aber schlussendlich kamen wir sicher und heil im Camp an, die zwei Nashorn-Damen zeigten sich heute nicht. 
Mein persönliches Highlight auf einem Walk war sicher die Beobachtung von einer Gruppe von Elefanten, gleich an meinem ersten Morgen im Busch - wo wir unentdeckt blieben und die friedlich fressenden Tiere beobachten konnten - so wie es sein sollte.

Was ich ausserdem in der Ranger Woche gelernt habe:
- Moskitoarmbänder sind für die Katze, beziehungsweise für Bienen und Wespen. Die Dinger, die eigentlich Moskitos fernhalten sollten, haben (zumindest in meinem Fall) Wespen und Bienen wie verrückt angezogen - also wirklich unbrauchbar, dieses Zeugs!
- Fiesestes Tier ever: die riesen Wespe. Sie sticht die Tarantel, lähmt sie und legt dann ihre Eier darauf. Die kleinen Baby-Wespen ernähren sich dann von der Tarantel und fressen sie bei lebendigem Leibe auf
- Der Halbmond hilft im Busch bei der geographischen Orientierung: die gerade Seite verbindet den Norden mit dem Süden
- Wenn Hippos (Nilpferde) den Mund weitaufreissen gähnen sie nicht, sondern zeigen ihre Zähne (Waffen). Hippos waren übrigens die Tiere, die ich nachts am meisten gehört habe... sie hielten sich gerne in/neben unserem Fluss auf. Hippos gehören zu den gefährlichsten Tiere Afrikas, aber wenn sie ihr rollendes Grunzen von sich geben, welche sie durch ihre Nasenlöcher erzeugen, tönt dies einfach HERRLICH! Als ob ihnen ständig jemand einen lustigen Witz erzählen würde...
- Schwarze und weisse Kleider eignen sich NICHT als Tarnkleider im Busch (ich habe leider hauptsächlich schwarze und weisse Kleider eingepackt, weil die so gut kombinierbar sind). Auch der knallrote Faserpelzpullover und das hellblaue Jäcklein sind ein No-Go bei seriösen Rangern. Zum Glück hatte ich noch ein grünes und ein braunes Kleidungsstück dabei - was jeweils sieben Mal hintereinander getragen und wieder gewaschen wurde...
Der Angsthase würde es mir sicher nie verzeihen, wenn ich wegen unpassender Kleidung gefressen werden würde!

Fazit meiner Woche im botswanischen Busch: es war extrem lehrreich, spannend, abenteuerlich und geprägt von wundervollen Tierbegegnungen, sowie atemberaubenden Sonnenauf- und untergängen. Und die Tatsache, als einzige Schülerin Privatunterricht erhalten zu haben, war schlussendlich eindeutig ein Vorteil und Privileg! Mein höchst passionierter und erfahrener Guide Phil hat mich durch sein riesiges Wissen, das er mit mir geteilt hat und durch seine Leidenschaft für die Tier-und Pflanzenwelt, inspiriert vermehrt Augen und Ohren offen zu halten. Ich habe mir vorgenommen, nach meiner Reise auch zu Hause in den heimischen Gefilden in der Schweiz mich mit dem was direkt vor unseren Füssen liegt auseinander zu setzen. Welche Pflanzen wachsen in meinem Garten zu Hause? Welche Vögel ernähren sich davon und halten sich hier auf? Was lebt in unseren Wäldern und welche Spuren kann man in den Alpen entdecken? Die Schönheit und Vollkommenheit der Natur bringt mich immer wieder zum Staunen und Innehalten. Und ein ganz speziell gelungenes Beispiel dafür befindet sich in meinen Augen auf dem afrikanischen Kontinent - in der Wildnis von Afrika, die mein Herz immer wieder höher schlagen lässt. 
Naaaaaaaziiiweennnnjjaaaa...habbaamaagiiizziiaaa...heeeoooowenjaaamuaaaa.... oder so ;-)

Nun warten als Nächstes hungrige und notleidende Pinguine auf mich, die von mir mit Fischen gefüttert ("uuufff") und viel Liebe eingedeckt werden wollen... Nichts lieber als das!! 


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Kommentare: 23
  • #1

    Salome (Sonntag, 26 August 2018 23:11)

    ������ sooo spannend zum läse & mitläbe!!! freu mi scho jetzt ufe nögscht ihtrag!!! gniess es & heb sorg!!! �

  • #2

    Denise (Montag, 27 August 2018 10:15)

    wooow mega toll. Ich freu mi au uf e naechsti Blog :-)
    Ich wuensch dir e tolli und erlaebnissrichi Zyt.

  • #3

    Ueli (Montag, 27 August 2018 10:44)

    wow....du hesch scho so viel erläbt, in dere churze zyt wo du weg bisch...es usch super spannend zum din blog z’läse...i freu mo scho uf de nöchsti biitrag.
    ganz liabi grüassli
    ueli

  • #4

    Tamara (Montag, 27 August 2018 11:00)

    Wow mega toll und idrücklich was du in einere Wuche alles erläbt hesch! Es isch mega spannend gsi zum läse! Wünsch dir ganz e tolli Zyt mit de Pinguin :-)

  • #5

    Michi (Montag, 27 August 2018 12:39)

    Sehr spannend und amüsant gschriebe, witerhin viel Spass!

  • #6

    Melanie (Montag, 27 August 2018 13:35)

    Hey Rahel
    Soo unterhaltsam gsi zum läse, du söttsch nach dire reis es buech schribe;-)
    Witerhin vüu spass

  • #7

    Karin (Montag, 27 August 2018 14:27)

    Toller erster Eintrag. Spannend und witzig zum lesen. Bin gespannt auf den nächsten.
    Machs guet u häb dir Sorg

  • #8

    Caroline Jockel (Montag, 27 August 2018 14:54)

    hey rahel!
    bi mir isch grad chli fernweh und „freiheits-weh“ ufcho...
    sehr schön, dass du dir sone grosse traum chasch erfülle. mit mine drei chline kids leider im moment (und sicher no für es längers zytli) unmöglich.
    drum hani di bricht umso meh gnosse!! und ich find du schribsch toll. das mitm buech hani au dänkt...
    gniess es meeega und heb sorg!
    glg

  • #9

    Rebecca (Montag, 27 August 2018 14:58)

    Liebi Rahel, das tönt alles mega spannend und ufregend! Wünsch dir witerhin ganz vill Freud und schöni Erläbnis uf dinere Reis!

  • #10

    Nadine (Montag, 27 August 2018 15:49)

    Hee Angsthäsli ;-)...
    ...weme Din Text liest, fühlt me sich, als wär me grad au debii! Thanks for that!

    Ich wönschä Dir wiiterhin e unvergesslichi Reis. Ab zu de Pingus!

  • #11

    Sylvie (Montag, 27 August 2018 17:15)

    Wow Rahel! Ich bewundre dich,... und das tent ja scho jetzt mega spannend :-) Ich wiinsche dier wiiterhin vieli unvergässlichi Momänti und ich jammre nima, wenn es Wäschgji (Wespe) um mich schwirrt:-). Sorg hä und gniess es fescht. Liebs Grüessji

  • #12

    Melanie (Montag, 27 August 2018 17:58)

    Waau, soo spannend was du i dere Zit alles erläbt hesch und u guet gschribe! E gueti Zit bi de Pinguin und heb der Sorg! Freu mi ufe nöchschti Bricht. :-)

  • #13

    s'Ma (Montag, 27 August 2018 20:42)

    Wow, Rahel, din spannende Bricht hani in eim Schnuz durezoge! Obwohl i natürlich sehr froh bin, dass au öppe de Angschthas sich bemerkbar macht, bini wirklich stolz uf dich und was du alles dir zuetraut häsch!! Wünsch dr witerhin e super Zit und en schützende Engel! Liebs Grüessli Ma

  • #14

    Sisilaw (Montag, 27 August 2018 21:15)

    Soo toll und spannend gschriebe. Me isch voll mit dir drbi gsi und me isch am Schluss doch scho sehr froh gsi isch UNS nüt passiert :-)
    Witerhin tolli und bliebendi Ihdrück!

  • #15

    Pa (Montag, 27 August 2018 21:24)

    Hallo Rahel, wenn ich din läbhafte Bricht lies, fühl ich mich wieder i dini gliebti Tier-Wält in Afrika versetzt, vor allem, will ich das mit dir zäme scho es paarmol ha chönne erläbe, i wünsch dir witerhe so positivi Zite ond Idrück, liebi Grüess Pa

  • #16

    Sabine (Montag, 27 August 2018 22:05)

    Woooow, Rahel! Du hesch jo scho superviel schöni, unvergässlichi und spannendi Erläbnis gha!Soooooo toll, losch du eus a dinere Reis mit dim Blog teilha! Freu mi jetzt scho uf di nöchschtä Bricht! Gniess es witerhin& heb dr Sorg!Schmatzer usem Baselbiet�Sabine

  • #17

    monika (Dienstag, 28 August 2018 14:45)

    liebi Rahel, ig ha spontan die gliich idee gha wie d Melanie. di schribstil isch super.
    me isch ou grad unger däm gewaltige stärnehimmel und bi de wilde tier-ohni dass me muetig muess si deheime ufem sofa...

  • #18

    Mimi (Dienstag, 28 August 2018 22:56)

    Woow Rahel, was füre meega tolle Start in dis Abentüür!! Danke dass du eus deheim-bliibene uf däm Wäg lohsch lo teilha an diner Reis und dine Erläbnis! Uu spannend und würkli unterhaltsam gschriibe!! Bi au grad am mitfiebere - wie bimene spannende Buech wo me nüm cha wäglegge...! :-) wennd so witermachsch, bechunnsch sicher gli Afroge vo Redaktione zum Schriibe ...:-)
    Hebs witerhin guet & spannend und gniess es fescht! Freu mi scho uf die nögste Bricht...
    GLG Mimi

  • #19

    Rahel (Donnerstag, 30 August 2018 09:31)

    Danke euch allne!! Schön het euch de Bricht gfalle...
    Liebi Grüess us Port Elizabeth

  • #20

    Susanne (Donnerstag, 30 August 2018 20:06)

    Liebi Rahel. Din Blog isch e super Idee und din erste Bricht isch sehr guet gschribe; spannend und amüsant gsi zum läse. Wow, bi grad chli niidisch, was du alles erläbsch!!! Heb der Sorg!

  • #21

    Petra und Nils ( Island Safari Lodge) (Donnerstag, 06 September 2018 18:50)

    hallo rahel,
    es macht wirklich richtig viel spass deine blogs zu lesen. du kannst echt toll schreiben! freun uns schon auf deine nächsten berichte. wünschen dir no ne ganz ganz tolle zeit :)

  • #22

    Claudia (Samstag, 08 September 2018 17:49)

    Wow soooo toll deine Erlebnisse! Und spannend und witzig geschrieben! Geniess es! Auch wenn es nun anders als geplant weiter geht ...

  • #23

    Rolsnd Lanz (Montag, 10 Dezember 2018 22:55)

    Liebe Rahel jetzt habe ich wieder mal deine Reuseberichte gelesen und deine wunderbaren Geschichten. Ich staune, wie viel du erlebst in dieser kurzen Zeit und finde es Mega amüsant. Ja am liebsten wäre ich auch dabei ! Nur schon die grossen Dickhäuter so nah zu erleben, wäre die Reise wert! Ich wünsche dir weiterhin viel Spass und viele tolle Erkebnusse! Pass auf dich auf, ich freue mich, auf weitere tolle Erlebnisse ! PS, bei uns verpasst du nicht viel, es regnet, ist kalt und alles verblasst im Grauton der Vorweihnachtszeit ! � Würde mich freuen nur ein paar Stunden von deiner Sonne zu haben! Liebe Grüsse Roli